Neuauflage für eine Ikone: Santos de Cartier

Eine Ode an die Anfänge der Luftfahrt wie die der Armbanduhren: Cartier legt die Santos de Cartier in modernem Design auf. Die drei neuen Ausführungen reichen von schlicht bis ausdrucksstark.

Neben all den runden Vertretern fallen rechteckige Uhren immer direkt ins Auge. Bei Cartier vertreten vor allem die Linien Tank und Santos dieses Metier. Letztere ist die älteste Kollektion von Cartier – und zählt zu den ersten Armbanduhren überhaupt. Sie war mitverantwortlich für den Übergang von Taschen- zu Armbanduhren.

Ihre Entstehungsgeschichte ist einen kleinen Schlenker wert: Der brasilianische Flugpionier Alberto Santos Dumont war auf seinen ersten Flügen mit der komplizierteren Handhabung seiner Taschenuhr unzufrieden und tat seinem Freund, dem Uhrmacher Louis Cartier, dieses Problem kund. Wenig später hatte Cartier für seinen fliegenden Weggefährten eine Armbanduhr entworfen, die dieser 1907 bei seinem Rekordflug von 220 Metern am Handgelenk hatte – und nicht umständlich aus seiner Kleidung friemeln und dabei das Steuer loslassen musste.

Aus diesem Prototyp für Alberto Santos Dumont sollte wenig später die nach ihm benannte Armbanduhr Santos de Cartier werden. 1911 ging das rechteckige Modell in Produktion – und war damit einer der Wegbereiter auf dem Siegeszug der Armbanduhren.

Tradition und Moderne verbinden

Mit dieser Geschichte im Hinterkopf wird die Bedeutung dieser Uhrenlinie für die Marke Cartier sowie ihr historischer Wert augenscheinlich. Wegen dieser ausgesprochen langen Tradition ist sich die Linie in der Gestaltung treu geblieben, bis hin zu den jüngst lancierten neuen Modellen –wenngleich sie sich technisch in den über 100 Jahren seit Erscheinen der Urversion enorm weiterentwickelt haben.

Die vielen Iterationen im Laufe der Zeit haben allerhand Neuerungen mit sich gebracht, von denen einige von Dauer waren. Dazu gehört das 1978 eingeführte markante Armband, das den Schraubenlook der Lünette aufgreift und weiterführt. Es ist auch bei den drei neuen Modellen mit dabei (als mitgelieferte Alternative steht je nach Ausführung ein blaues Kalbslederband oder ein Alligatorlederband zur Wahl). Wer sich also nicht dauerhaft für ein Armband entscheiden kann, hat dank des QuickSwitch-Armbandwechselsystems die Möglichkeit, je nach Bedarf schnell und einfach zwischen beiden hin- und herzuwechseln.

Schlicht-schick oder diamantbesetzt?

Während die Armbänder also leicht austauschbar sind, gilt es bei den Zifferblättern und Lünetten eine endgültige Wahl zu treffen. Die neuen Ausführungen der Santos de Cartier erscheinen in dreierlei Varianten: einerseits klassisch-schlicht mit silberfarbenem Opalinzifferblatt mit schwertförmigen Zeigern aus gebläutem Stahl und Edelstahlgehäuse. Die Aufzugskrone dieses Modells ist mit einem facettierten synthetischen Spinell besetzt.

Die zweite Ausführung gleicht der ersten, hebt sich aber durch ein blau verlaufendes Zifferblatt ab und lässt sich wunderbar mit dem blauen Kalbslederband tragen. Zudem weist diese Santos einen strahlenden Besatz auf der Lünette mit 206 Diamanten im Brillantschliff von zusammen 0,64 ct. auf.

Die dritte Ausführung kombiniert gewissermaßen den schlicht-schicken Ansatz mit ausdrucksstarken Edelsteinen: Ein silbernes Zifferblatt mit Sonnenschliff wird hier von einer Stahllünette umrahmt, die ebenfalls mit 206 Diamanten im Brillantschliff besetzt ist.

Auf welches Modell die Wahl fällt, bestimmt allein die eigene Vorliebe. Fernab der Optik ist das Cartier-Trio gleichwertig. In allen schlägt das mechanische Automatikwerk Kaliber 1847 MC. Zudem sind alle Modelle bis 10 bar wasserdicht, haben römische Ziffern und ihre Gehäuse messen 35,1 x 41,9 Millimeter.

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