Breitlings Super Chronomat: In der Größe des Originals und mit neuen Funktionen

Nachdem Breitling letztes Jahr den Chronomat zurückgebracht und sogar für Damen passend gemacht hat, kommt dieses Jahr der Super Chronomat: Mit 44 Millimetern so groß wie das Original aus den 80ern und mit neuen Funktionen wie einem Vierjahreskalender.

Das nächste Schaltjahr erwartet uns 2024. Wer sich jetzt eine neue Breitling Super Chronomat 44 Four-Year Calendar kauft, kann dem entspannt entgegensehen: Denn bis dahin muss man den Kalender dieser Uhr nicht mehr von Hand umstellen. Diese seltene Komplikation ist eine der spannenden Funktionen, die Breitling seiner Modellreihe namens Super Chronomat spendiert hat. Aber dazu später mehr.
Wir erinnern uns: Erst im vergangenen Jahr hatte Breitling die Chronomat wiederbelebt, mit einem 42-Millimeter-Modell, und hat dann eine Damenlinie mit der Chronomat 36 und 32 nachgeschoben. Die neue Super Chronomat kommt nun wieder in derselben Größe wie das 1984 präsentierte Original: in 44 Millimetern Durchmesser.

Rückkehr zum Ursprung

Mit der sportlichen und robusten Chronomat hatte Breitling damals – zum 100. Jubiläum der Marke und noch mitten in der Quarz-Ära – ein klares Statement für die mechanische Armbanduhr abgegeben. Ihre typischen Merkmale waren die verschiebbaren Reiter auf der Lünette und das Rouleaux-Armband, die auch die Neuauflagen beibehalten haben. Wie unterscheidet sich die Super Chronomat nun aber von der „normalen“ Chronomat?
In der neuen Größe wirkt sie noch deutlich präsenter, dabei ist sie sogar einen halben Millimeter flacher geworden. Erstmals verfügt sie über eine Lünette aus Edelstahl mit Keramikeinsätzen, die gerade in den Farbvarianten auffällig sind. Und auch bei den Armbändern und Funktionen hat Breitling sich Neues einfallen lassen. Beibehalten wurden hingegen die typischen Reiter bei 3, 6, 9 und 12 Uhr. Jene bei 3 und 9 Uhr sind austauschbar, um der Uhr eine Countdown- oder Count-Up-Funktion zu verleihen.

Die Super Chronomat erscheint mit dem COSC-zertifizierten Breitling-Manufakturkaliber B01 als Super Chronomat B01 44. Von diesem Modell wiederum gibt es drei verschiedene Ausführungen. Zweimal in Edelstahl mit einem blauen oder schwarzen Look von Lünette und Zifferblatt sowie einer dritten Variante aus 18-karätigem Rotgold, bei der das Zifferblatt und die Lünette in Braun gehalten sind. Alle Modelle sind zudem bis zu 200 Metern Tiefe wasserdicht. Als Armbänder stehen ein Edelstahl-Rouleaux-Armband mit Faltschließe oder ein Kautschukarmband in Rouleaux-Optik zur Wahl.

Seltener Vierjahreskalender

Für Liebhaber mechanischer Zeitmessung besonders interessant sein dürften hingegen die zwei Spezialausführungen, die Breitling ebenfalls vorgestellt hat: Die bereits erwähnte Super Chronomat 44 Four-Year Calendar, die vom Breitling-Kaliber 19 angetrieben wird. Dabei handelt es sich um ein COSC-zertifiziertes Chronographenwerk mit Tages-, Datums-, Monats- und Mondphasenanzeige – und Vierjahreskalender.

Diese auch als „halb-ewiger Kalender“ bezeichnete Komplikation ist eine Seltenheit, insbesondere in dieser Preisklasse. Während einfache Kalenderanzeigen im Prinzip jeden zweiten Monat nachgestellt werden müssen, beherrschen Jahreskalender zumindest die unterschiedlichen Monatslängen bis auf den Februar. Ein Vierjahreskalender hingegen muss nur in jedem Schaltjahr – mithin alle 1461 Tage – einmal korrigiert werden.

Die Super Chronomat 44 Four-Year Calendar kommt in zwei Designs auf den Markt: Mit einem schwarzen Zifferblatt, farblich dazu passenden Chronographenzählern sowie einer Lünette aus Edelstahl mit schwarzem Lünetteneinsatz und Elementen aus 18-karätigem Rotgold. Die zweite Version hat ein blaues Zifferblatt, farblich abgestimmte Chronographenzähler und eine Lünette aus 18-karätigem Rotgold mit blauem Keramikeinsatz.

Sonderedition mit zweiter Zeitzone

Für die Super Chronomat B01 44 ist zudem eine Sonderedition erhältlich, die mit einem schwarzen Zifferblatt glänzt und vor allem mit der lange nicht gesehenen Anzeige der Weltzeit für Aufsehen sorgt. Diese findet sich nämlich in einem UTC-Modul mit separatem Zifferblatt wieder, das nicht im normalen Zifferblatt, sondern im Rouleaux-Armband sitzt. UTC steht für die koordinierte Weltzeit (engl. Universal Time Coordinated), die im Winter eine und im Sommer zwei Stunden hinter unserer Mitteleuropäischen Zeit liegt. Diese Funktion ist bei Breitling bisher einzig in den 1980er-Jahren vorgekommen – und erlebt nun ebenfalls ihre Renaissance.

 

 

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