Durch Druck und Hitze auf Mineralien in tieferen Erdschichten entstehen sie: Die Farbsteine. Doch was sich relativ simpel anhört, entsteht oft über viele Jahrhunderte hinweg. Nicht selten entwickeln sich die qualitativ hochwertig ausgeprägten Kristalle an den Innenwänden einer Druse, die durch Gasblasen im magmatischen Gestein entstanden sind. Dies ist aber nur die eine Entstehungsgeschichte. Denn Farbsteine können weiterhin als Folge von Ablagerungen von Mineralien gebildet werden (sedimentäre Gesteine) aber können auch durch Umwandlung anderer Gesteine (metamorphe Gesteine) entstehen. Bei Flüssen werden oft Beispiele wie Saphire oder Turmaline durch starke Strömung über Hunderte von Kilometern verschleppt und an Stellen von nachlassender Wasserströmung im Sand abgelagert. Dieses besondere Naturereignis hat einen großen Vorteil: Durch das Wasser werden die zusammengeschwemmten Farbsteine natürlich selektiv sortiert auf einen Platz, wo sie dann erheblich leichter gefunden werden können. Die Bergleute sprechen dann von Edelsteinseifen. Die Farbsteine kommen zu den Edelsteinschleifern und können nun von diesen mit sehr geschultem Auge in entsprechende Formen wie beispielsweise einem Facettenschliff mit Treppenform oder einem Cabochon-Schliff gesägt, geschliffen und poliert werden. Das Finish erfolgt in unserem Goldschmiedeatelier, wo wir gemeinsam mit unseren Kunden die Individualität eines jeden einzelnen Farbsteines besonders hervorheben möchten. Denn nicht zu guter Letzt ist und bleibt ein Farbstein kostbar.


Von Saphirblau bis Amethystviolett reicht sein Farbspektrum und gewährt uns durch seine Transparenz einen tiefen Einblick in seine Schönheit: Der Tansanit. Vielleicht will er damit unsere Gedanken nicht ganz unbegründet auf die ostafrikanischen Gegenden lenken, wo er seinen Ursprung findet.